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Geschichte

Kaiserin Augusta Die Geschichte von Schloss und Park Babelsberg ist eng verbunden mit dem Leben von Kaiser Wilhelm I. und seiner Gattin Augusta.
Als standesgemäßen Wohnsitz für das junge Paar entwarf Karl Friedrich Schinkel 1834 das große Schloss ganz nach den Vorstellungen und Wünschen seiner kunstsinnigen Auftraggeber. Peter J. Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau machten aus dem umgebenden Forst einen ausgedehnten Landschaftsgarten im englischen Stil.
Kaiser Friedrich WilhelmAls der Sohn des Prinzenpaares heranwuchs, wurde es für die Familie in dem zunächst nur aus einem Flügel bestehenden Schloss zu eng. Augusta beauftragte Schinkels Schüler, den Hofarchitekten Ludwig Persius damit, ein einfaches Gartenhaus am Ufer des Tiefen Sees nach ihren eigenen Ideen für den Kronprinzen und seinen Erzieher auszubauen. So entstand 1841-1842 das "Kleine Schloss" im damals modernen englischen Tudorstil.
Friedrich Wilhelm verbrachte hier seine Jugendzeit. 1858 heiratete er die englische Prinzessin Viktoria in die er sich schon verliebte hatte als sie noch ein Kind war. Die jung Vermählten verlebten ihre romantischen Flitterwochen im Kleinen Schloss.
Nachdem Vater Wilhelm 1861 König von Preußen und 1871 deutscher Kaiser geworden war, konnte die Familie nur noch den Spätsommer im geliebten Refugium Babelsberg verbringen. Dann jedoch wurde das erweiterte große Schloss zum geselligen Treffpunkt maßgeblicher Politiker und vieler bedeutender Persönlichkeiten. Königin Viktoria von England kam zu Besuch und am 22. September 1862 fiel hier die Entscheidung, Fürst Bismarck zum preußischen Ministerpräsidenten zu ernennen. Das Kleine Schloss wurde als Gästehaus und als Herberge für die zahlreichen Hofdamen und ihre Bediensteten genutzt.
1888, im so genannten "Drei-Kaiser-Jahr" starben Kaiser Wilhelm I. und sein Sohn, der "99-Tage-Kaiser" Friedrich Wilhelm III.
Schloss und Park Babelsberg gerieten aus der Mode und versanken in einen jahrzehntelangen Dornröschenschlaf. Von 1934-1945 mietete sich der Komponist, und Dirigent Hans Chemin-Petit im Kleinen Schloss ein und genoss die zauberhafte, ruhige Lage.

Nach dem 2. Weltkrieg nutzte man das Gebäude u.a. als DEFA-Erholungsheim bis schließlich seine "gastronomische Geschichte" begann.
Von 1955 an war das Kleine Schloss - mit einer kurzen Unterbrechung nach dem Mauerbau 1961 - anfangs als "Strandterrassen" und ab 1990 wieder unter seinem historischen Namen ein vielbesuchtes Ausflugslokal.

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten eröffnete Familie Gilka-Bötzow schließlich im Mai 2004 das jetzige "Cafe & Restaurant Kleines Schloß im Park Babelsberg", in dem das historische Ambiente mit moderner Gastlichkeit verbunden werden.


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